| Rubrik: L |
| Lagerbehälter |
erdgedeckte-, halboberirdische-, oberirdische Flüssiggaslagerbehälter |
Erdgedeckte Flüssiggas-Lagerbehälter: sind zylindrische Stahlbehälter nach DIN 4681. Sie sind mit mind. 0,5 m Erdüberdeckung einzulagern; auch dann, wenn das dazu führt, dass die Erddeckung Oberkante Terrain überragt. Diese Art der Einlagerung ist bei Behältern ab 3 t Lagerkapazität vorgeschrieben.
Halboberirdische Flüssiggas-Lagerbehälter: sind zylindrische Stahlbehälter nach DIN 4680. Diese Behälter werden mit ihrer unteren Hälfte bis zur Behälterachse nach den Bedingungen für erdgedeckte Behälter eingeordnet. Die andere Hälfte liegt frei.
Oberirdische Flüssiggas-Behälter: sind zylindrische Stahlbehälter nach DIN4680. Frei aufgestellte Behälter sind nur so bis zu einer Lagerkapazität <3 t aufstellbar und müssen u.a. mit einem reflektierenden Schutzanstrich versehen sein. |
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| Lagerstätte |
Gebiet, in dem sich natürliche Rohstoffe befinden |
Eine Lagerstätte ist ein Gebiet, in dem reichlich natürliche Vorkommen von Kohle, Erdöl, Erdgas und Mineralien in der Erde vorhanden sind. Zumeist lagert Erdgas in mehreren tausend Metern Tiefe unter der Erdoberfläche oder dem Meeresgrund. Zur Zeit sind Vorkommen bis zu einer Tiefe von 7000 m bekannt. In diesen Erdgasfeldern aus porösen Gesteinsschichten steht das Gas, in Abhängigkeit von der Tiefe, unter einem Druck von bis zu 300 bar |
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| Laminare Strömung |
Strömungsform von Gas |
Die laminare Strömung ist eine Form, wie Gase strömen. Ihr entgegen steht die turbulente Strömung. Bei der laminaren Strömung verlaufen die Stromfäden nebeneinander parallel zur Strömungsrichtung, wobei eine relativ geringe Strömungsgeschwindigkeit bzw. hohe Viskosität die Voraussetzung bildet. In der Praxis kommt diese Form selten vor. |
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| Lastschwankungen |
Schwankungen in der Gasversorgung |
Lastschwankungen sind Schwankungen in der Gasversorgung beim Gaskunden. Dies bedeutet, dass die Abnahmemenge sich verändert. |
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| Latente Wärme |
Versteckte Wärme |
Die Temperatur eines Stoffes erhöht sich normalerweise, wenn man ihm Wärme zuführt.
Doch bei der Änderung des Aggregatzustandes vom festen in den flüssigen Zustand wird Wärmeenergie zur Auflösung des Kristallgitters benötigt. Obwohl dem Stoff dabei Wärme zugeführt wird, steigt die Temperatur des Stoffes nicht an. Die Energie die für diesen Phasenübergang notwendig ist, bezeichnet man als latente Wärme
Dieser Effekt wird heute bei Latentwärmespeichern genutzt, um in einem Stoff in einem möglichst kleinen Temperaturbereich viel Energie speichern zu können. Dafür Besonders geeignet ist Wasser, da es 5,4 mal mehr Energie benötigt um Eis zu schmelzen, als es von 0°C auf 100°C zu erwärmen. |
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| Leangas |
Erdgas mit einem Schwefelwasserstoffgehalt kleiner einem Volumenprozent |
Ein Erdgas, dessen Schwefelwasserstoffgehalt kleiner einem Volumenprozent ist, nennt man Sauergas |
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| Leckage |
Leck in Gasleitungen |
Bei einer Leckage wird Gas unbeabsichtigt freigesetzt. Das aus geschlossenen Behältern oder Rohrleitungen austretende Gas kann dabei zu einer Gefährdung der Umgebung durch Explosionsgefahr führen.
siehe dazu Abpinseln .
Der Gasleitungsbau wird höchsten Sicherheitskriterien gerecht. Auch nach dem Bau werden die Gasleitungen regelmäßig kontrolliert. Leckagen entstehen meist durch Bauarbeiten. |
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| Leckrate |
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Die Leckrate ist die Gasmenge, die in einer bestimmten Zeit austritt. Sie kann durch eine Dichtheitsprüfung ermittelt werden. |
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| Leistung |
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Im Gasfach wird die Leistung in einer stündlichen Menge m³/h oder in einer Wärmemenge kWh/h angegeben. |
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| Leistungsmessung |
Messung der in Anspruch genommenen Leistung in einem bestimmten Zeitraum |
Bei der Leistungsmessung wird die in Anspruch genommene Leistung in einem bestimmten Zeitraum gemessen. In der Regel 96 Stunden bzw. 15 Minuten. Für die Abrechnung ist der höchste Verbrauch während dieser Zeit innerhalb eines Abrechnungsjahres maßgebend. |
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| Leistungspreis |
Bereitstellungspreis des Stromes |
Leistungspreis ist der Preis der für die Bereitstellung des Stroms benötigt wird. Er beinhaltet die Kosten für die Vorhaltung des benötigten Stroms der Umspannwerke sowie des Verteilungsnetzes. |
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| Leistungspreis |
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Der Leistungspreis ist das Entgelt bezogen auf ein Geschäftsjahr je Einheit der gemessenen oder vereinbarten Abrechnungsleistung. |
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| Leitstelle |
auch Netzleitstelle, Einsatzzentrale oder Funkleitstelle |
Eine Leitstelle leitet den Einsatzbetrieb der zugeordneten Organisation, nimmt Informationen entgegen, wertet sie aus und koordiniert die angeschlossenen Dienste.
Erklärung:
Zu den Aufgaben einer Netzleitstelle für Energie gehören:
- Vorgabe der Kraftwerksleistung und Bereitstellung von Kraftwerks-Reserveleistung
- Überwachung und Reglung der aktuellem Soll-Ist-Abweichung bezüglich der Netzlast, Übergabeleistung, Eigenerzeugung (auch als Dienstleistung für Vertrieb und Handel)
- Operative Überwachung und Steuerung der Versorgungsnetze Strom, d.h. Herstellen der Versorgungssicherheit und Produktqualität (Spannung, Frequenz)
- Koordinierung und Durchführung von Schaltungen in den Spannungsebenen 400KV, 110KV, 30KV und 10 KV im ungestörten und gestörten Betrieb
- Störungsbehebung in Spannungsebenen (Dokumentation und Auswertung)
- Detailüberwachung und Steuerung von Netzelementen
- Steuerung der Tarifumschaltung, Speicherheizungen und Straßenbeleuchtung |
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| L-Gas |
Low Gas |
Je nach Herkunft weist Erdgas einen unterschiedlichen Methangehalt auf. Man unterscheidet daher formal zwischen L (Low)-Gas und H (High)-Gas. Bei ersterem beträgt der Methangehalt 80 ? 87 Prozent, bei H-Gas dagegen 84 ? 99 Prozent. Der Anteil an Stickstoff und Kohlendioxid ist beim H-Gas entsprechend geringer. Dies hat Auswirkungen auf wichtige Kriterien wie Heizwert und Klopffestigkeit. Je höher der Methan-Anteil ist, desto höher ist der Heizwert Während mit H-Gas eine deutlich größere Reichweite pro Tankfüllung erzielt werden kann, ist bei L-Gas die Klopffestigkeit meist etwas höher. |
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| Liberalisierung |
Öffnung eines bis dahin geschlossenen Marktes |
Die Liberalisierung eines Energiemarktes bezeichnet die Öffnung eines bislang geschlossenen Marktes für andere Anbieter einer gleichen Dienstleistung. In einem liberalisierten Mark können mehrere Unternehmen um Kunden werben, die bislang nur durch einen Versorger bedient wurden. Die Zugänge für Unternehmen in die Versorgungsleitungen der bisherigen Lieferanten wird durch Gesetzlichkeiten geregelt z.B. Netznutzung.
Die EU-Binnenmarktrichtlinie Elektrizität verpflichtet die Mitgliedsstaaten zur Liberalisierung ihrer Strommärkte. Deutschland hat die Richtlinie mit dem Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts umgesetzt, das im April 1998 in Kraft trat. Die Monopole sind somit gefallen, freie Versorgerwahl statt "Zwangsehe". Die Liberalisierung des Strommarktes eröffnet Kunden und Energieversorgungsunternehmen neue Wettbewerbschancen. Über die Regeln für den freien und gleichberechtigten Zugang zu den Stromnetzen haben sich die Verbände der stromerzeugenden und -verbrauchenden Wirtschaft im Rahmen der Verbändevereinbarung verständigt. |
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| LNG |
Liquified Natural Gas |
LNG (liquefied natural gas) ist verflüssigtes Erdgas, welches sich effizient mit Tankschiffen, unabhängig von Pipelines, transportieren lässt. Um Erdgas zu verflüssigen, wird es stark abgekühlt. Dabei verringert sich das Volumen eines Liters Erdgas auf den rund 600sten Teil, so dass man große Mengen sehr effizient und flexibel transportieren kann. Denn die Aufnahmekapazität der dafür eingesetzten Tankschiffe beträgt bis zu 150.000 Kubikmeter LNG - das sind umgerechnet etwa eine Milliarde Kilowattstunden. Am Zielort wird das Erdgas dann in das Erdgasnetz zur weiteren Verteilung an die Endverbraucher eingespeist. |
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| LNG |
(Abkürzung für Liquefied Natural Gas) Englische Bezeichnung für "verflüssigtes Erdgas". |
Erdgas wird bei einer Temperatur von minus 162°C flüssig und sein Volumen reduziert sich auf den 600ten Teil. Dadurch wird erst ein Transport von weit entfernten Erdgas-Lagerstätten wirtschaftlich. |
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| LPG |
(Abkürzung für Liquefied Petroleum Gas) Englische Bezeichnung für alle Flüssiggase |
Zu den Flüssiggasen gehören vor allem Propan und Butan, die schon bei geringer Druckerhöhung flüssig werden. |
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| Luft |
Luft ist ein Gemisch aus verschiedenen Gasen. |
Luft besteht in den unteren 20 km der Atmosphäre im Wesentlichen aus:
- ca. 78 % (Volumen-%) Stickstoff,
- ca. 21 % Sauerstoff,
- ca. 0,9 % Argon und
- ca. 0,03 % Kohlenstoffdioxid.
Der Gehalt an Wasserstoff schwankt relativ stark von annähernd 0 bis ca. 4 %. |
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| Luft-Abgas-Schornstein |
spezielle Form eines Schornsteins |
Diese spezielle Form eines Schornsteins besteht aus zwei nebeneinander oder ineinander angeordneten Schächten. Dabei wird die Verbrennungsluft über einen Ventilator an die Feuerstätte herangeführt und die Abgase über das Dach an die Atmosphäre abgegeben. Es gibt auch die Möglichkeit einer Mehrfachbelegung, bei der über den Schornstein die Abgase mehrerer Feuerstätten abgeführt werden. |
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| Luft-Abgas-System |
LAS |
Der LAS ist eine Anlage mit zwei nebeneinander oder ineinander angeordneten Schächten, die raumluftunabhängigen Gasfeuerstätten mit Gebläse (Art C4) Verbrennungsluft zuführen und deren Abgas über Dach ins Freie abführen. |
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| Luftvorwärmer |
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Der Luftvorwärmer, auch Rekuperator genannt, wärmt die Verbrennungsluft vor. Dadurch wird eine Wirkungsgraderhöhung erreicht. |
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| Luftvorwärmung |
siehe Luftvorwärmer |
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