GASAG-Lexikon
 
Direktregister
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Suche: 
 
Rubrik: I
IAEA International Atomic Energy Agency in Wien

Die IAEA ist eine autonome wissenschaftlich-technische Organisation, die die friedliche Nutzung der Kernenergie und der Anwendung radioaktiver Stoffe fördern und gleichzeitig die militärische Nutzung dieser Technologie verhindern soll. Sie wurde am 29. Juli 1957 im Rahmen des Programms "Atoms for Peace" unter dem Dach der UN in New York gegründet. So ist die IAEO seit März 1970 auch zuständig für die Überwachung des Atomwaffensperrvertrages.

Ideales Gas Modellvorstellung von Gas

Ein Gas, welches bei allen Drücken die thermische Zustandsgleichung p * v = Ri * T befolgen würde, bezeichnet man als ideales Gas Das Formelzeichen p steht dabei für den Absolutdruck. Die Konstante Ri wird als individuelle, spezielle oder spezifische Gaskonstante eines bestimmten Gases bezeichnet. Das Formelzeichen v steht für das spezifische Volumen oder den Kehrwert der Dichte T ist die Temperatur. Bei dieser Modellvorstellung wird davon ausgegangen, dass die Moleküle kein Eigenvolumen besitzen und auch keinerlei Wechselwirkung aufeinander ausüben. Viele Gase, z.B. Stadtgas oder auch Erdgas, kann man bei niedrigen Drücken und hohen Temperaturen wie ein Idealgas behandeln, obwohl es ein ideales Gas in Wirklichkeit nicht gibt. Bei größeren Drücken und niedrigen Temperaturen weichen Gase von der Idealvorstellung ab. Daher wird das Verhalten von realen Gasen durch einen Realgasfaktor bzw. die Kompressibilitätszahl berücksichtigt.

IEA Abkürzung für International Energy Agency

Die IEA ist eine Organisation zur Erforschung, Entwicklung, Markteinführung und Anwendung von Energietechnologien, die 1973 von 16 Industrienationen als Ergebnis der Ölkrise gegründet wurde. 1974 wurde die Internationale Energiebehörde als autonome Einheit der OECD mit Sitz in Paris eingerichtet.

Immissionen Einwirkung, Verunreinigung

Immissionen sind alle auf Lebewesen, Pflanzen und Umwelt einwirkenden festen, flüssigen und gasförmigen Stoffe, Geräusche, Wärme und radioaktive Strahlungen. Gemessen wird vor allem die Konzentration eines Schadstoffs, bei Staub auch die Menge, die sich auf einer bestimmten Fläche pro Tag niederschlägt. Im Gegensatz zu Emissionen - der Ausstoß von Lärm und Schadstoffen an der Quelle - beschreibt dieser Begriff die Wirksamkeit der Schadstoffe z.B. als Luft- und Wasserverschmutzung in der Umgebung. Immissionswerte werden meist in Gramm je m³ (bzw. Lärm in Dezibel) angegeben. In Deutschland begrenzt das Bundes-Immissionsschutzgesetz schädliche Emissionen.

Industriegasturbine

Eine Industriegasturbine ist eine Gasturbine, die in der Industrie für KWK eingesetzt wird. Die IG ist meist von Flugtriebwerken abgeleitet.

Inerte Gase Nicht reagierende und reaktionsarme Gase

Inerte Gase sind nicht reagierende Gase (z.B. Argon, Neon, Xenon) bzw. reaktionsarme Gase (z.B. Stickstoff (N2) und Kohlendioxid (CO2)), die nicht für die Energiegewinnung geeignet sind. Da Inerte Gase nicht mit dem Grundwerkstoff reagieren, eignen sie sich zum Schweißen.

Innenleitung im Gebäude verlegte Gasleitung

Eine Innenleitung ist eine Gasleitung, die im Gebäude nach der Hauptabsperreinrichtung verlegt ist. Zu diesem System gehören die Verteilungsleitung(en), Steigleitung(en), Verbrauchsleitung(en), Abzweigleitung(en) und Geräteanschlussleitung(en).

Innung Interessenvertretung des Handwerks auf Kreisebene

Das Handwerk braucht sowohl ein funktionierendes Selbstverwaltungsorgan als auch eine wirksame Interessenvertretung nach außen - und dies auf allen Ebenen. Auf der Kreisebene wird dies durch die Innung abgedeckt.

Interconnector Verbindungspipeline zwischen verschiedenen Ländern

Der Interconnector ist eine Pipeline zum Transport von Erdgas zwischen verschiedenen Ländern. Ein Interconnector zum Erdgastransport Zeebrugge existiert beispielsweise zwischen Belgien und Großbritannien. Diese Pipelines mit sehr hohen Kapazitäten bilden eine Voraussetzung für sogenannte HUB?s.

Ionisationsüberwachung Sicherheitseinrichtung zur Flammenüberwachung im Gasgerät

Die Ionisationsüberwachung ist eine Sicherheitseinrichtung im Gasgerät und dient der Flammenüberwachung. In einer Gasflamme findet während der Verbrennung eine chemische Reaktion statt, durch die freie Elektronen auftreten. Diese sorgen dafür, dass die Flamme elektrisch leitfähig geworden ist, d. h. bei Anlegen einer Spannung fließt ein Strom ? der Ionisationsstrom. Da sich die Ionen nur in Flammenrichtung bewegen, kann auch der Strom nur in eine Richtung fließen. Die Flamme wirkt also wie ein Gleichrichter. Dieser Gleichrichtereffekt wird zur Flammenüberwachung genutzt.

Isentrope reversible Zustandsänderung im adiabaten System

Eine reversible Zustandsänderung im adiabaten System bezeichnen wir als Isentrope Sie tritt in der Technik im Zusammenhang mit Zustandsänderungen von Gasen dann auf, wenn ein Gas beim reibungsfreien Ausdehnen oder Verdichten weder Wärme aufnehmen noch abgeben kann. Oft ist dies mit ausreichender Näherung beim Entspannen in Düsen von Gas- und Dampfturbinen der Fall.

Isobare Zustandsänderung bei konstantem Druck des Arbeitsmittels

Bei konstantem Druck des Arbeitsmittels sprechen wir von einer isobaren Zustandsänderung. Das ist z.B. der Fall mit ausreichender Näherung bei Wärmezu- oder -abfuhr in Wärmeübertragern und beim Idealprozess des Dieselmotors während der Einspritzperiode.

Isochore Zustandsänderung bei konstantem Systemvolumen

Bei konstantem Systemvolumen sprechen wir von einer isochoren Zustandsänderung. Z.B. wenn ein in einem Behälter mit festen Wänden eingeschlossenes Gas erwärmt oder gekühlt wird, liegt dieser Fall vor.

Isotherme Zustandsänderung bei konstanter Temperatur des Arbeitsmittels

Bei konstanter Temperatur des Arbeitsmittels sprechen wir von isothermer Zustandsänderung. Sie lässt sich z.B. in Gasverdichtern durchführen. Hierbei wird durch entsprechende Kühlung die Gastemperatur konstant gehalten.